Am Abend als es kühler wurde, hörten sie, wie Gott, der Herr, durch den Garten ging. Sie versteckten sich zwischen den Bäumen. Aber Gott rief den Menschen: „Wo bist du?“ Der Mann antwortete: „Ich hörte dich kommen, da bekam ich Angst und versteckte mich, weil ich nackt bin!“ „Wer hat dir das gesagt?“ fragte Gott. „Hast du etwa von den verbotenen Früchten gegessen?“ 1. Mose 3, 8-11

Gott kreierte die Erde, den Himmel, die Pflanzen, all die Tiere und die Menschen. Adam und Eva waren die ersten Menschen, die auf der Erde lebten. Sie waren einzigartige und wunderschön geschaffene „Fast-Ebenbilder“ von Gott. Wesen, die Gott ähnlich waren. Ihr Lebensstart war im Paradies. Eine Umgebung, in der alles perfekt war bis zu dem Zeitpunkt, als sie sich gegen Gott auflehnten und von der verbotenen Frucht assen. Anders gesagt: Sie machten einen Fehler. Einen matchentscheidenden Fehler, dessen Konsequenzen bis heute reichen. Nach diesem Fehler wurde der Mensch aus dem Paradies verstossen und muss bis heute mit den Konsequenzen leben.

Die Konsequenzen lassen sich mit fünf SCH’s beschreiben:
1. Schuld. Durch ihren Ungehorsam wurden die Menschen schuldig gegenüber Gott.
2. Scham. Nach diesem selbstverschuldeten Fehler realisierten sie, dass sie nackt waren und Scham kam ins Leben der Menschen.
3. Schmerzen. Eine weitere Konsequenz ist, dass die Frau unter Schmerzen gebären muss. Krankheiten, seelische Schmerzen, Verlust und Tod kamen ins Leben der Menschen.
4. Schweiss. Im Schweisse seines Angesichts muss der Mann sein tägliches Brot verdienen. Wir bekommen nichts mehr einfach so geschenkt. Es kostet uns Schweiss und Fleiss und so verdienen wir unseren Lebensunterhalt und Status. Zusammenfassen kann man dies mit dem
5. SCH = Scheisse. So gesehen ist unser Leben jeglichen Herausforderungen, Schicksalsschlägen, Konkurrenzkämpfen, Schmerzen und Leid unterworfen. Ein anderes Sprichwort, das ich mal las, sagt: „Das Leben ist wie eine Hühnerleiter. Kurz, steil und verschissen.“

Ich weiss, das tönt ein bisschen negativ und ungewohnt von meiner Seite her. Aber wenn wir an den Start im Paradies denken, dann sehen wir, dass wir nicht in dem Umfeld leben, für das wir geschaffen wurden. Der Mensch wurde für das Paradies kreiert. Für ein Leben im Überfluss, ein Leben im Segen, ein Leben in der totalen Nähe von Gott, seinem Schöpfer. Für ein Leben im Paradies, ein Leben, wo wir alles haben was wir brauchen, keine Sehnsüchte uns erdrücken und keine Not uns plagt. Ein Leben, wo es keinen Mangel, keine Schmerzen, keine Krankheiten und keinen Krieg gibt. Ein Leben in totaler Übereinstimmung mit der Natur, unserem Umfeld, ein Leben ohne Hass, ohne Zorn, ohne Eifersucht und ohne Missgunst. Ein perfektes Leben. Dazu wurden wir geschaffen und danach sehnen wir uns. Jeder von uns. Tief in uns schreit unsere Seele danach. Warum? Weil wir eigentlich nicht anders leben können und sollten. Und doch müssen wir es. In der Bibel lesen wir, dass wir einmal wieder in diesem perfekten Umfeld leben werden. Nämlich wenn wir gestorben sind und von Gott erlöst werden. Im Himmel, in der Ewigkeit mit Gott zusammen, werden wir in einem perfekt für uns geschaffenen Umfeld leben.

Doch was machen wir in der Zwischenzeit? Wir machen Fehler, denn die macht und hat jeder Mensch. Krankheiten, Schmerzen, Not, Mangel, Zorn, Neid, Angst, Krieg und Terror – alles Konsequenzen, mit denen wir uns herumschlagen. Und genau hier kommt uns Gott schon heute zur Hilfe. Gott will uns nicht nur nach unserem Tod retten und erlösen, sondern er will uns auch heute helfen. Er will dir und mir heute begegnen, uns durchtragen, uns nahe sein und uns helfen, das Beste aus unserem nicht perfekten und fehlerbehafteten Leben herauszuholen. Und dazu hat Gott uns Jesus gegeben, seinen Sohn. Gott, der Mensch wurde. Jesus hat für die Fehler von Adam und Eva und somit auch für unsere Fehler bezahlt und will uns helfen, den Weg im Dschungel des Lebens, der Fragen, der Not und der Orientierungslosigkeit zu finden. Jesus will uns nahe sein. Jesus will uns helfen mit unserer Krankheit den Weg zur Heilung zu finden. Gott will uns täglich durch Jesus begegnen. Er will dir und mir helfen, dass wir trotz unserer Sehnsucht nach dem Paradies das Beste aus unserem Leben im Hier und Jetzt herausholen können.

Der Schlüssel dazu ist in unserem Glauben zu finden. Glaubst du, dass Jesus dir deine Fehler vergeben hat? Deine vergangenen, deine gegenwärtigen und deine zukünftigen Fehler? Glaubst du, dass Gott einen Plan mit deinem Leben hat? Glaubst du, dass Jesus dir jeden Tag von Neuem begegnen und dir helfen will, das Beste aus deinem Leben und deinen Umständen herauszuholen? Glaubst du, dass Gott immer dein Bestes sucht und dir nichts zutraut, womit du mit ihm zusammen nicht umgehen könntest? Glaubst du? In deinem Glauben an Gott wirst du Wunder sehen, Überfluss erleben und neue Hoffnung finden. Ich wünsche dir gerade heute, dass du glauben, sehen und erleben kannst, was Gott alles für dich bereit hat.

„Alle sind schuldig geworden und haben die Herrlichkeit verscherzt, die Gott ihnen geschenkt hatte. Aber Gott hat mit ihnen Erbarmen und nimmt sie wieder an. Das ist ein reines Geschenk. Durch Jesus Christus hat er uns aus der Gewalt der Sünde befreit.“ Römer 3, 23-24