Mose sagte zu Gott: „Wenn ich nun zu den Israeliten komme und zu ihnen sage: ‚Der Gott euer Vorfahren hat mich zu euch geschickt‘ und sie mich dann fragen: ‚Welchen Namen hat er?‘ – was soll ich ihnen sagen?“ Gott antwortete: „Ich bin der Ich-bin-da. Sage zu den Israeliten ‚Der Ich-bin-da hat mich zu euch geschickt: Der Herr! Er ist der Gott eurer Vorfahren Abraham, Isaak und Jakob.‘“ 2. Mose 3, 13-15

Gott begegnet Mose. Durch einen brennenden Dornbusch spricht Gott mit ihm und motiviert ihn, sein Volk in die Freiheit zu führen. Doch bevor Mose diesem brennenden Dornbusch gehorcht, möchte er wissen, wer dieser Gott wirklich ist. Ist er der Gott seiner Vorfahren oder nicht? Gott gibt sich als diesen zu erkennen und sagt zudem, sein Name sei „Ich-bin-da“. Der Herr. Auch Jahwe genannt. Und Mose glaubt ihm und zieht los, um seinen Auftrag auszuführen. Interessant an der ganzen Geschichte ist, dass Mose, obwohl er genau wissen wollte, wer denn dieser Gott sei, ihn nicht gesehen hat, sondern nur seine Stimme hörte. Mehr nicht. Dies sagt uns: Unser Gott, der Ich-bin-da, ist viel mehr als wir mit unserem Verstand erfassen könnten und trotzdem ist er da, mitten unter uns. Bei uns, um uns und in uns. Er sagt ja von sich: „Ich bin da!“ Da, wenn wir in Not sind. Da, wenn wir nicht mehr weitersehen. Da, wenn wir neue Kraft brauchen. Da, wenn wir keine neue Ideen mehr haben. Da, wenn unsere Freude am Versiegen ist. Da, wenn wir ihn suchen und uns nach ihm ausrichten. Da, mitten unter uns. Obwohl Mose Gott nicht sah, wusste er, Gott ist da. Er ist mit ihm, er ist für ihn und er wird ihm helfen, den Auftrag, das Volk Gottes aus der Sklaverei zu befreien, erfolgreich auszuführen.

Gott ist auch bei dir. Egal was du erlebst, was du durchmachst, womit du kämpfst. Gott ist da! Und er sucht immer wieder dein Bestes. Er will dir nahe sein, dir den Weg zeigen und dir geben, was du brauchst.

Doch wie sieht dein Bild von Gott aus? Wer ist Gott für dich? Für einige ist Gott eine undefinierbare Kraft, die irgendwo im Universum herumschwirrt. Für andere ist er ein alter Mann mit einem langen weissen Bart, der hinter einem Vorhang sitzt und über das Weltgeschehen wacht. Manche segnet er, andere nicht und viele straft er, wenn sie nicht tun, was sie tun sollten. Für andere ist Gott nicht existent oder er ist eine Gestalt für Menschen, die das Leben selber nicht auf die Reihe bringen. Doch Gott ist Gott. Gott ist der, der die Menschheit erschaffen hat, das ganze Universum in seinen Händen hält. Gross, weit, gerecht, liebend, gnädig, persönlich an uns interessiert und doch hat er das ganze Weltgeschehen in seiner Hand. Er überlässt nichts dem Zufall und trotzdem geht er auf jeden einzelnen Menschen ein. Er sucht die persönliche Nähe zu jedem und wünscht sich, sich jedem Einzelnen zu offenbaren und zu zeigen. Gott ist da und trotzdem scheint er weit weg zu sein. Gott ist mitten unter uns und trotzdem ist es oftmals schwierig, ihn zu hören und zu verstehen und seinen Willen zu erkennen. Doch Gott ist da, mitten unter uns. Er ist der Herr, der, der alles in seiner Hand hält und er ist der Ich-bin-da. Mitten unter uns. Gegenwärtig. Da, in dir und um dich. Da, wenn wir ihn suchen und ihn anrufen. Immer.

Ich wünsche dir gerade heute, dass du diesem Gott begegnen kannst. Auch wenn es für uns manchmal schwierig ist, ihn zu verstehen, denk dran, er ist da! Und er will dir immer wieder begegnen und dir helfen, das Beste aus deinem Leben herauszuholen.

„Ich bin der Weg“, antwortete Jesus, „ich bin die Wahrheit, und ich bin das Leben. Zum Vater kommt man nur durch mich. Wenn ihr erkannt habt, wer ich bin, werdet ihr auch meinen Vater erkennen.“ Johannes 14, 6&7