LIEBE!

By 31. Januar 2019 Allgemein

„Ja, ich bin überzeugt, dass weder Tod noch Leben, weder Engel noch unsichtbare Mächte, weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges, noch gottfeindliche Kräfte, weder Hohes noch Tiefes, noch sonst irgendetwas in der ganzen Schöpfung uns je von der Liebe Gottes trennen kann, die uns geschenkt ist in Jesus Christus, unserem Herrn.“ Römer 8, 38-39

Als kleiner Junge spielte ich oft mit einem Nachbarskind um unsere Häuser herum. Wir waren Polizisten, verfolgten irgendwelche Gangster und waren völlig in unserer Fantasiewelt versunken. Auf unserer Verfolgungsjagd sahen wir plötzlich das Velo unseres Nachbares. Es stand da. Alleine. Einfach so. Und plötzlich wurde dieses Velo zum Feindbild. Ein Velo, das wir untauglich machen mussten. So schlichen wir uns an und krochen über den Boden langsam zu diesem Fahrrad. Ich nahm mein Messer hervor und schlitzte die Velopneu auf. Stolz, dem Feind einen vernichtenden Schlag zugefügt zu haben, kehrten wir nach Hause zurück. Und vergassen dass Ganze. Ein paar Tage später fragte mich die Mutter des Fahrradbesitzers, ob ich eine Ahnung hätte, wer ihrem Sohn den Pneu aufgeschlitzt hatte. Ich schaute sie an und war so überrascht von ihrer Frage, dass ich nichts anderes sagen konnte als: „Ja, das war ich!“ Zugegeben, ich bin schon stolz, dass ich ehrlich war, aber unbedingt clever war meine Antwort nicht. Denn die Konsequenz war: Hausarrest. Und das am Geburtstag meines Grossvaters, den ich alleine im Zimmer, ohne Nachtessen verbringen durfte.

Jeder von uns macht Fehler. Absichtlich, ungewollt, berechnend oder aus Versehen. Kein Mensch kann ein Leben ohne Fehler führen. Fehler gehören dazu. In der Bibel werden diese auch Sünde genannt. Der griechische Ausdruck für Sünde (hamartia) und das hebräische Wort (chata`a) bedeuten im Ursprung: Verfehlen eines Ziels. Wir verpassen den Segen. Wir verpassen die Fülle des Lebens. Wann immer Fehler passieren und Dinge schief laufen, gehen wir schlussendlich in die falsche Richtung. Wir verpassen das, was Gott für uns vorbereitet hat, so wie ich das Geburtstagfest meines Grossvaters verpasst habe.

Doch obwohl Sünde uns vom Ziel des Lebens wegbringt, gibt es eine Antwort darauf: Jesus. Jesus kam auf diese Erde, um uns unsere Fehler zu vergeben. Darum ermutige ich dich heute, lauf wieder auf Jesus zu. Bitte ihn um Vergebung. Steh zu deinen Schwächen, steh zu deinen Fehler, sei ehrlich und authentisch. Gott hat kein Problem mit unseren Problemen, aber wenn wir von Gott weglaufen, nur weil Dinge falsch gelaufen sind, verpassen wir seinen Segen. Ich weiss, im ersten Moment ist es verlockend und scheint einfacher zu sein, einfach davonzulaufen. Sich nicht der Wahrheit zu stellen. Sie zu ignorieren und sich die Fehler nicht einzugestehen. Sich nicht zu entschuldigen und einen anderen Weg zu suchen. Doch je länger wir vor der Wahrheit weglaufen, uns vor unseren Schwächen verstecken und nicht zu unseren Fehlern stehen, umso mehr entfernen wir uns von unserer Bestimmung, vom Segen und einem Leben in Fülle, Freude und Frieden. Darum ermutige ich dich, komm wieder zurück zu Gott. Gott sagt gerade heute zu dir: „Es gibt nichts, was du tun könntest, das so schlimm wäre, dass ich dich weniger lieben würde.“

Was auch immer du getan hast, wo auch immer du gewesen bist und was auch immer du noch tun wirst, Gott liebt dich und hat dich immer geliebt. Dies können wir nicht ändern. Egal wie weit wir von Gott weglaufen, er läuft uns nach. Er sucht nach uns, er sucht unsere Aufmerksamkeit, tagtäglich will er uns begegnen, nur um uns zu sagen, dass er uns liebt. Vielleicht sagst du mir jetzt: „Du hast keine Ahnung, was ich alles getan habe.“ Oder „Wenn du nur wüsstest…“ Doch wir haben ja vorhin gelesen, dass uns NICHTS, aber rein gar nichts von der Liebe Gottes trennen kann. Gott wartet auf dich. Gott will mit dir weitergehen. Gott hat weiteren Segen und seine Liebe für dich bereit. Gott ruft nach dir und sehnt sich danach, dir zu helfen dein bestes Leben zu leben. Also, komm zurück zu Gott. Erlebe wie er dir mit seiner grenzenlosen Liebe begegnet. Erkenne, dass er dich liebt und dass er noch so viel bereit hat für dich. Hör auf zu kämpfen. Hör auf anderen zu gefallen. Hör auf davonzurennen. Bleib stehen, komm zurück in die Arme deines liebenden Gottes, den nichts, aber rein gar nichts davon abhält, dich zu lieben, dein Bestes zu suchen, dich zu segnen und dich wieder zurück auf den Weg zum Ziel zu bringen.

„Denn Gott hat der Welt seine Liebe dadurch gezeigt, dass er seinen einzigen Sohn für sie hergab, damit jeder, der an ihn glaubt, das ewigen Leben hat und nicht verloren geht. Gott hat seinen Sohn nicht in die Welt gesandt, um si zu verurteilen, sondern um sie durch ihn zu retten.“ Johannes 3, 16&17