Zu jener Zeit erliess Kaiser Augustus den Befehl an alle Bewohner seines Weltreiches, sich in Steuerlisten eintragen zu lassen.“ Lukas 2, 1

In der Schweiz gibt es ein berühmtes Weihnachtsmusical, das von vielen Schulen immer wieder aufgeführt wird: „Die Zeller Weihnacht“. Die Kinder singen – manchmal ist es auch mehr ein Schreien als ein Singen – spielen Theater, sagen ihre eingeübten Verse auf und bringen so mit einer unglaublichen Leidenschaft den Zuhörern die Geschichte von Josef, Maria und dem Jesuskind näher. In dieser Aufführung gibt es eine Stelle, die ich besonders liebe. Es ist die Stelle, bei der die Kinder – vor allem die Jungs – in die Zuhörerschaft hineinschreien:

„Der Kaiser hat es befohlen, der Kaiser hat es befohlen, der Teufel soll ihn holen!“

Der Kaiser hatte befohlen und so mussten alle in ihre Geburtsstadt zurück, um sich eintragen zu lassen. Für Maria und Josef bedeutete dies, sie mussten von ihrem Wohnort, Nazareth in Galiläa, nach Betlehem in Judäa, ihrer Heimatstadt, reisen. Du fragst dich jetzt vielleicht, warum das so entscheidend ist? Im Alten Testament, dem ersten Teil der Bibel, lesen wir an verschiedenen Stellen, dass irgendwann der Erlöser, der Retter zur Welt kommen werde – und zwar in Betlehem. Jesus musste also, sollte er der lang erwartete Erlöser und Sohn Gottes sein, in Betlehem geboren werden.

Nachdem Jesus im Stall von Bethlehem zur Welt gekommen war, waren die ersten, die ihn feierten, HIRTEN!

Einfache Menschen, die draußen auf dem Feld die Schafe hüteten. Hirten – Menschen, die nichts zählten. Menschen, die man nicht wahrnahm. Menschen der untersten Liga. Engel überraschten die nichtsahnenden Hirten bei ihren Schafen auf dem Feld. Die Hirten sahen eine gewaltige göttliche Lichtershow am Himmel, die ihnen Jesus ankündigte, und sie kamen aus dem Staunen nicht heraus. Sie liessen alles stehen und liegen und machten sich auf den Weg zu Jesus. Im Stall in Betlehem angekommen, fielen sie vor dem frischgeborenen Jesus auf die Knie und beteten ihn an.

Jesus, der Sohn Gottes, kam, wie prophezeit, in Betlehem zur Welt. In dieser alles entscheidenden Nacht begann eine neue Ära der Weltgeschichte. Die Geburt von Jesus veränderte alles. Hoffnung begann aufzuleben, Neues konnte wieder entstehen und Gott wurde für uns Menschen wieder nahbar, erlebbar und sichtbar. Jesus hat die Beziehung zwischen Gott und uns Menschen wieder hergestellt.

„In der Umgebung von Betlehem waren Hirten, die mit ihrer Herde draussen auf dem Feld lebten. Als sie in jener Nacht bei ihren Tieren Wache hielten, stand auf einmal ein Engel des Herrn vor ihnen, und die Herrlichkeit des Herrn umgab sie mit ihrem Glanz. Sie erschraken sehr, aber der Engel sagte zu ihnen: „Ihr braucht euch nicht zu fürchten! Ich bringe euch eine gute Nachricht, über die im ganzen Volk grosse Freude herrschen wird. Heute ist euch in der Stadt Davids ein Retter geboren worden; es ist der Messias, der Herr.“ Aus Lukas 2, 8-11

So wünsche ich auch dir, dass auch du dich durch diese neue Blogserie auch immer wieder von Jesus überraschen lassen kannst.