Sie brachten dem Mann ein wenig von dem Wasser, und er kostete davon; es war zu Wein geworden. Er konnte sich nicht erklären, woher dieser Wein kam; nur die Diener, die das Wasser gebracht hatte, wussten es. Er rief den Bräutigam und sagte zu ihm: „Jeder andere bietet seinen Gästen zuerst den besseren Wein an, und wenn sie dann reichlich getrunken haben, den weniger guten. Du aber hast den besseren Wein bis jetzt zurückbehalten.“ Johannes 2, 8b-10

Jesus lehrt uns durch sein erstes Wunder in der Öffentlichkeit, bei dem er Wasser in Wein verwandelt, dass er sich für unseren Alltag interessiert. Jesus ist es nicht egal wie es uns geht und wo wir stehen. Jesus möchte uns helfen, Jesus möchte Anteil nehmen an unserem Leben, unseren Fragen, unseren Nöten und unseren Wünschen. Egal wie wichtig sie für die Welt sind, wenn sie wichtig für uns sind, sind sie es auch für Jesus.

Hast du dich nicht auch schon gefragt, ob wir Jesus wirklich um unsere alltäglichen Dinge wie eine freie Parkplatzlücke oder gutes Wetter in unseren Ferien bitten dürfen? Oder dass der Zug noch eine Minute länger wartet, weil wir knapp auf dem Weg zum Bahnhof sind oder dass wir eine erfolgreich Sitzung haben? Dürfen wir den Gott, der das ganze Universum geschaffen hat und in seinen Händen hält, wirklich mit unseren alltäglichen Dingen belästigen? Hat den Gott nicht Besseres zu tun? Er muss sich doch um all die Hungersnöte, Kriege, die Flüchtlingsproblematik und all die anderen großen Fragen unserer Zeit kümmern. Ist es aus dieser Sicht nicht fast anmaßend, wenn wir ihn um einen freien Parkplatz, möglichst nahe beim Eingang des Shoppingcenters, bitten? Nein, ist es nicht.

Seit ich mich vor ein paar Jahren entschieden habe, Gott auch in die alltäglichen und nicht nur in die großen Fragen meines Lebens zu integrieren, darf ich ein Wunder nach dem anderen erleben. Damit ich nie vergesse, was Gott schon alles in meinem Leben bewegt hat, habe ich vor sieben Jahren begonnen, dies auch schriftlich festzuhalten. Ein Highlightbuch nach dem anderen füllte sich, so dass ich bis heute bereits acht Bücher mit hunderten von Highlights füllen konnte.

Gott begegnet mir seither jeden Tag von Neuem und ich darf Jesus in so vielen Momenten erleben, wie er mein Leben führt, wie er mich bewahrt, wie er mich segnet, beschenkt und immer wieder seine Größe in meinem Alltag offenbart.

Und genau dies wünsche ich auch dir. Beginne Gott in deine alltäglichen Fragen zu integrieren und auch du wirst erleben, wie er dir plötzlich eine Tür nach der anderen öffnen wird. Warum? Weil wir, du und ich, haben durch Jesus auch einen Gott des Alltages, einen Gott, der es liebt, aus Wasser Wein herzustellen, einfach weil es die Hochzeitsgesellschaft im Moment dringend benötigt. Ein alltägliches Wunder. Einfach weil Gott uns liebt!