Schliesslich ging der Teufel mit ihm auf einen sehr hohen Berg, zeigte ihm alle Reiche der Welt mit ihrer Herrlichkeit und sagte: „Das alles will ich dir geben, wenn du dich vor mir niederwirfst und mich anbetest.“ Darauf sagte Jesus zu ihm: „Weg mit dir Satan! Denn es heisst in der Schrift: „Den Herrn, deinen Gott, sollst du anbeten; ihm allein sollst du dienen.“ Da liess der Teufel von ihm ab. Und Engel kamen zu ihm und dienten ihm.“ Matthäus 4, 7-11

„Weg mit dir Satan!“ Diese sagte Jesus nicht nur in der Wüste, sondern auch bei der folgenden Begebenheit: Jesus erklärte seinen Jüngern, dass er nach Jerusalem gehen werde, um dort gefoltert und hingerichtet zu werden. Petrus nahm Jesus darauf zur Seite und sagt: „Jesus, das darf nicht geschehen!“ Jesus schaut ihn an und sagte: „Weiche von mir, Satan!“ Die Versuchung, nicht zu sterben, nicht für die Menschen sein Leben zu geben, war die grösste aller drei Versuchungen. Der Teufel sagte ihm quasi, wenn du bleibst, wenn du nicht dein Leben opferst und dich stattdessen vor mir niederwirfst, bauen wir zusammen ein krasses Reich auf. Ein Reich hier auf Erden!

Um wahre Macht und Grösse zu erreichen, braucht es den Tod. So ist es auch bei uns – wenn wir die echte Grösse, Bestimmung und Kraft in unserem Leben sehen und finden wollen, kommen auch wir nicht um unseren „Tod“ herum. Gott muss uns Menschen oftmals zuerst brechen, bevor er mit uns arbeiten kann. Vor der Heilung kommt der Zerbruch. Vor dem Durchbruch das Leiden. Vor dem göttlichen Auftrag das Tief. Ich weiss, das tönt jetzt überhaupt nicht ermutigend und positiv… Aber ich möchte dir damit sagen, gerade wenn du in einer schwierigen Zeit bist, nicht mehr weitersiehst und kurz davor stehst den Glauben und die Hoffnung aufzugeben – mach es nicht! Gott ist da. Gott will dich durch diese Herausforderung durchführen. Halte am Glauben fest und falle nicht auf die Versuchung hinein, den einfacheren Weg zu nehmen. Denn nach jeder Prüfung kommt der Sieg. Nach jedem geistlichen Sterben kommt der Durchbruch und nach jeder Tiefe kommt die Höhe.

Dies wusste auch Jesus. Er würde eines Tages nicht nur über die Welt herrschen, sondern auch über den Himmel. Er wusste, dass seine Macht nach dem Tod und seiner Auferstehung nicht nur auf das weltliche Reich begrenzt sein wird, sondern dass er über das ganze Universum herrschen und regieren wird.

„Die elf Jünger gingen nach Galiläa auf den Berg, (auch hier ein Berg 😉 – Kommentar von Konrad Blaser) den Jesus für die Begegnung mit ihnen bestimmt hatte. Bei seinem Anblick warfen sie sich vor ihm nieder; allerdings hatten einige noch Zweifel. Jesus trat auf sie zu und sagte: „Mir ist alle Macht im Himmel und auf Erden gegeben.“ Matthäus 28, 16-18