„Als er von dort weiterging, sah er wieder zwei Brüder, Jakobus, den Sohn Zebedäus, und Johannes; sie waren mit ihrem Vater Zebedäus im Boot und brachten ihre Netze in Ordnung. Jesus forderte sie auf, mit ihm zu kommen. Und sofort liessen sie das Boot und ihren Vater zurück und folgten Jesus.“ Matthäus 4, 21-22

Jesus kehrt nach den drei Versuchungen in der Wüste zurück nach Galiläa. Doch er ging nicht nach Hause, nach Nazareth, sondern er liess sich in Kafarnaum, einer Stadt am See nieder. Dort begann er zu wirken, zu predigen und berief seine ersten Jünger, Menschen, die ihm folgten, um von ihm zu lernen. Jesus berief die ersten Jünger nicht, weil sie unglaublich talentiert waren oder zu den Besten der Besten gehörten. Nein, Jesus wählte sie aus, weil er an sie glaubte. So wie er an seine Jungs glaubte, die nicht unterschiedlicher sein konnten, glaubt er auch an dich und mich. Er glaubt daran, dass wir zu dem Menschen werden können, den er in uns sieht. Er glaubt daran, dass wir mit ihm zusammen die Welt verändern und unsere Geschichte schreiben können.

Doch wie sieht es bei uns aus? Glauben wir an uns? Glauben wir daran, dass Gott immer unser Bestes suchen will, dass er uns nicht aufgibt und auch dich und mich immer wieder von Neuem rufen will? Gott glaubt an dich und hat noch so viel Gutes für dich bereit.

Das liebe ich an Jesus. Jesus ist nicht gekommen, um uns zu verurteilen, sondern um uns zu sagen, dass er uns liebt und dass er gute Gedanken und Pläne für uns hat. Egal wie es dir geht, was du alles falsch gemacht hast oder noch falsch machen wirst, seine Liebe ist nicht an irgendwelche Verpflichtungen oder an unsere Leistung geknüpft. Jesus liebt uns. Auch dann, wenn wir überhaupt nicht darauf reagieren. Seine Liebe ist bedingungslos und grenzenlos da, für jeden von uns. Auch wenn uns Fehler schaden und uns Sünden in die Sackgasse des Lebens führen – Jesus liebt uns trotzdem. Warum? Weil er an uns glaubt. Weil er mehr in uns sieht als wir je fähig sind zu sehen und zu begreifen und weil er nur unser Bestes suchen will. Doch die Frage, die bleibt, ist: Glauben wir das? Glauben wir, dass Jesus uns trotz unseren Fehlern, unserem Versagen und unseren Zweifeln liebt und immer wieder unser Bestes sucht?

„Alle sind schuldig geworden und haben die Herrlichkeit verscherzt, die Gott ihnen geschenkt hatte. Aber Gott hat mit ihnen Erbarmen und nimmt sie wieder an. Das ist ein reines Geschenk. Durch Jesus Christus hat er uns aus der Gewalt der Sünde befreit.“ Römer 3, 23-24