„Bittet, und es wird euch gegeben; sucht, und ihr werdet finden; klopft an, und es wird euch geöffnet. Denn jeder, der bittet, empfängt, und wer sucht, findet, und wer anklopft, dem wird geöffnet. … Oder würde jemand unter euch seinem Kind einen Stein geben, wenn es ihn um Brot bittet? Würde er ihm eine Schlange geben, wenn es ihn um einen Fisch bittet? Wenn also ihr, die ihr doch böse seid, das nötige Verständnis habt, um euren Kindern gute Dinge zu geben, wie viel mehr wird dann euer Vater im Himmel denen Gutes geben, die ihn darum bitten.“ Matthäus 7, 7-11

Bevor Jesus auf die Welt kam, konnte kein Mensch wirklich die Nähe Gottes spüren, seine Barmherzigkeit erleben, seine Weisungen empfangen und sich zutiefst von Gott verstanden fühlen. Gott war fern. Gott war unnahbar. Doch mit Jesus zeigt Gott den Menschen sein Herz, seine Liebe, seine Barmherzigkeit, seine Nähe.

Ich behaupte, wir alle möchten irgendwie in die Zukunft sehen können. Dies haben auch alle Religionen gemeinsam: Sie versuchen irgendwie den Schleier der Zukunft zu heben und möchten erkennen und sehen, was das Leben bringt und was den Menschen erwartet. Wir hoffen, wenn wir sehen was uns erwartet, könnten wir das Schlechte vermeiden und den perfekten Weg gehen. Der Mensch will nicht scheitern. Wir alle wollen siegen und erfolgreich sein, nicht versagen. Wir wollen ein gutes Leben haben. Wir wollen Segen erleben und weitergeben.

Dieser Wunsch begleitete die Menschen schon bevor Jesus auf die Erde kam. Propheten, so wurden sie genannt, stillten diese Sehnsucht, indem sie dem Volk Gottes durch ihre Weissagungen einen Teil des Vorhangs lüfteten und die Weisungen Gottes vermittelten. Einer von ihnen war Mose. Der Mann, der das Volk Gottes aus der Sklaverei befreite. Der Mann, von dem man sagt, er habe von Angesicht zu Angesicht mit Gott gesprochen. Mose hatte eine Beziehung zu Gott wie zu einem Freund. Das Entscheidende an Mose sind nicht all seine Wunder, die er mit Gott zusammen tat, nicht dass er das Volk Gottes aus der Gefangenschaft befreite und auch nicht all die Erfahrungen, die er uns als ein Mann und Leiter Gottes, der 40 Jahre in der Wüste war, in der Bibel weitergibt. Das Entscheidende an Mose ist, dass er mit Gott gesprochen hat wie mit einem Freund.

Von dort kam seine Kraft. Von dort kamen seine Weisheit, seine Wundertaten und seine Werke. Nur aus dieser Beziehung heraus kamen die 10 Gebote, die bis heute ein Segen und Wegweiser sind. Mose zeigte dem Volk den Willen, die Gedanken und Träume von Gott. Doch nach Mose war nicht fertig. Wir lesen, wie später ein neuer Prophet kam. Dieser neue Prophet war und ist

JESUS.

Jesus sprach mit Gott von Angesicht zu Angesicht wie mit einem Freund. Doch Jesus war mehr als nur ein Prophet. Er war der Sohn Gottes. Er war Eins mit dem Vater. Er war nicht nur ein Freund von Gott wie Mose, sondern er konnte aus dieser Einheit mit dem Vater direkt empfangen, was Gott seinem Volk sagen wollte. Jesus war nicht nur ein Mensch, sondern hat uns Gott, seine Nähe und sein Herz zurück zu uns Menschen gebracht. Sein Kennzeichen war und ist die unverfälschte Nähe zu Gott, dank der er Gottes Willen und sein Wort ohne Interpretation und menschliches Gedankengut an uns weitergab und immer noch weitergibt. Die Lehre von Jesus stammt aus keiner Schule. Sie ist keine menschliche Lehre. Jesus, seine Worte, seine Lehre, seine Ratschläge und seine Weisheiten kommen direkt aus der unmittelbaren Berührung mit seinem Vater, mit Gott.