Jesus antwortete: „Ich bin das Brot des Lebens. Wer zu mir kommt, wird nie mehr hungrig sein, und an mich glaubt, wird nie mehr Durst haben.“ Johannes 6, 35

Wenn wir beim Abendmahl das Brot, das für Gottes Wort steht, zu uns nehmen, entscheiden wir uns dafür, dass wir uns nach Gott und seinen Wahrheiten ausrichten und danach leben wollen. Doch um was geht’s beim Wein? Wein steht für das Blut von Jesus, das er am Kreuz vergossen hat. Mit dem Tod am Kreuz hat Jesus ein für alle Mal die Trennung von Gott zu uns Menschen aufgehoben. Jeder, der nun an ihn glaubt, hat den freien Zugang zu Gott wieder bekommen, symbolisch dargestellt durch den Wein. Jesus ist unser neuer Wein, der uns, unsere Seele, unser Leben wieder mit Gott in Verbindung bringt.

Doch der Wein beim Abendmahl hat noch eine andere Bedeutung. In der Bibel steht, es sei das Blut des Bundes. Hier geht Jesus auf das Passah-Mahl ein. Mit dem Passah-Mahl feiern die Juden ihre Befreiung aus Ägypten, wo sie als Sklaven 400 Jahre lang unterdrückt wurden. Gott schickte Mose, welcher das Volk Israel mithilfe der 10 Plagen, befreite. Bei der zehnten Plage musste jede Erstgeburt der Ägypter sterben. Für das sandte Gott seinen Todesengel bei jedem Haus vorbei. Doch damit der Engel nicht eine jüdische Erstgeburt erwischte, mussten die Juden ein Lamm opfern, und das Blut des Lammes an die Türpfosten streichen. Der Auftrag lautete so:

„Dann nehmt einen Büschel Yosp und taucht das Blut im Becken und streicht etwas von dem Blut, das in dem Becken ist, an die Oberschwelle und an die beiden Türpfosten.“ 2. Mose 12, 22

Das machten sie und in der darauffolgenden Nacht wusste der Engel, dass er in den Häusern mit dem Blut am Türpfosten nichts zu suchen hatte. So verschonte Gott die erstgeborenen Kinder der Juden. Dies feiern sie am Passahfest – Gott hat sie verschont, Gott hat sie aus ihrer Gefangenschaft gerettet, Gott hat sie geschützt.

So auch bei uns. Wein, der symbolisch für das Blut von Jesus steht, schützt uns, nicht nur vor unserer seelischen Orientierungslosigkeit, sondern auch vor dem Gericht Gottes. Niemand von uns hat die Gnade Gottes, seine Liebe, seine Fürsorge, seinen Segen, seine Nähe und all seine Weisheit verdient. Denn wir alle sind Sünder. Darum musste Jesus sterben. Durch seinen Tod am Kreuz hat er sein Blut vergossen und uns von unseren Fehlern, Versagen, Zweifeln und Ängsten befreit. Sein Blut schützt uns, unsere Sünde wird uns nicht mehr angerechnet und wir alle, die an Jesus glauben, haben wieder freien Zugang zu Gott bekommen.

Anders gesagt: Durch unsere Entscheidung an Jesus zu glauben, uns nach ihm auszurichten und ihm unser Leben anzuvertrauen, streichen wir symbolisch sein Blut an unsere Herzenstüren und von diesem Moment an ist unser Herz, unser Leben und unser Schicksal nicht mehr dem Zufall, den Launen der Welt, unseren Umständen oder den bösen Mächten ausgeliefert, sondern Gott, seiner Führung und seinen Weisungen.

Beim Trinken des Weins erinnern wir uns an Gottes Schutz und daran, dass wir wieder mit Gott vereint sind.