Er führte Abraham aus dem Zelt nach draußen und sagte zu ihm: „Schau dir den Himmel an, und versuche, die Sterne zu zählen! Genauso werden deine Nachkommen sein – unzählbar!“ Abraham nahm dieses Versprechen ernst. Er setzte sein ganzes Vertrauen auf den HERRN, und so fand er Gottes Anerkennung. 1. Mose 15, 5-6

Abraham setzte seinen Glauben und seine Hoffnung auf einen Gott, der ihn segnen will und sein Bestes sucht. Obwohl Abraham und seine Frau Sara bis zu diesem Zeitpunkt noch keine Kinder hatten und sich schon im hohen Alter befanden, legten sie ihre Hoffnung in die Hände eines Gottes, der FÜR sie ist! Als Zeichen für das Versprechen Gottes an Abraham, schloss Gott einen Bund mit ihm. Wie das ging, lesen wir hier:

„Da sah Abraham einen rauchenden Ofen, und eine Flamme fuhr zwischen den Fleischstücken hindurch. So schloss der HERR einen Bund mit Abraham.“ 1. Mose 15, 17-18

Wenn zwei Parteien zu dieser Zeit einen Bund schlossen, zerteilten sie Tiere. Sie reihten die Hälften vis-à-vis voneinander auf und gingen durch den Gang auf und ab. Sie versprachen beide, was sie zu diesem Vertrag beitragen werden. Zum Beispiel sagte der Eine: „Ich werde immer dafür sorgen, dass dein Feld bewacht wird.“ Der Andere lief ihm im Gang entgegen und sagte: „Ich werde dir und deinen Soldaten immer einen Teil meiner Ernte geben.“ So schloss man einen Bund mit zwei Parteien. Jeder trug seinen Teil dazu bei. Doch was tat Abraham als Gott einen Bund schloss zwischen ihnen? Abraham tat NICHTS. Er schaute einfach zu. Eine Flamme ging zwischen den Fleischstücken im Ofen hin und her. Ofen und Flamme stehen für die Gegenwart Gottes. Ja, du hast richtig gelesen, Gott ging allein zwischen den zerteilten Tieren hindurch. So sagte Gott zu Abraham: „Ich verpflichte mich für beide Seiten der Abmachung.“ Selbst wenn Abraham seinen Teil des Handels nicht einhalten würde, Gott würde seiner Zusage dennoch treu sein. So ist unser Gott. Gott will einen Bund mit uns schließen, Gott will uns seine Größe und seine Güte offenbaren und zeigen. Wie? Indem wir nichts tun. Nichts. Was wir tun können ist einzig und allein, diesem Gott Glauben zu schenken. Wir glauben daran, dass Gott uns Gutes tun will. Wir glauben daran, dass Gott uns segnen will. Wir schenken dem Gott, der eine echte und nahe Beziehung mit uns Menschen aufbauen möchte, unser Vertrauen. Mehr nicht. Das ist es. So schließt Gott Bünde mit uns Menschen. So sucht Gott uns. Indem wir ihm vertrauen. Indem wir an ihn glauben. An einen Gott, der gut, freundlich und großzügig ist. An einen Gott, dem man trauen kann. An einen Gott, der nicht aufhört uns zu sagen:

„Vertraue mir, ich weiß, was ich tue. Lege dein Leben, deine Hoffnung, deine Zukunft in meine Hände und du wirst sehen, wie ich immer wieder dein Bestes suchen werde.“