#RETRO – ABER!

By 27. April 2017Allgemein

„Aber auch jetzt weiß ich: Was immer du von Gott erbittest, wird er dir geben.“ – „Dein Bruder wird auferstehen“, gab Jesus ihr zur Antwort. Johannes 11, 23

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Lazarus, ein guter Freund von Jesus, ist todkrank. Seine Schwestern lassen Jesus ausrichten, dass Lazarus unbedingt seine Hilfe brauche. Als Jesus jedoch kommt, ist es zu spät, Lazarus ist tot. Martha, eine seiner Schwestern, sagt zu Jesus: „Herr, wenn du hier gewesen wärst, wäre mein Bruder nicht gestorben!“ Johannes 11, 21

Hattest du auch schon das Gefühl, dass Gott zu spät kommt und dass es keine Hoffnung mehr gibt, weil Gott nicht auf deine Gebete reagiert? Hast du auch schon gedacht, wenn Gott nur auf dich gehört hätte, wäre alles anders gekommen – besser? Dachtest du auch schon, jetzt sei alles aus, nun sei alles zu spät? So ging es auch Martha. Jesus kommt zu spät. Wenn wir aber weiterlesen, sehen wir, wie Martha weiter mit Jesus spricht. Sie spricht ihm ihr Vertrauen zu: „Aber Jesus, ich weiß, du kannst trotzdem ein Wunder tun.“ Sie blieb nicht bei ihrer Enttäuschung stehen, sondern sprach weiter und begann ihre glaubensvolle Aussage mit dem Wort „Aber“. Jesus handelte nicht so, wie es Marthas Vorstellungen entsprochen hätte. Doch statt aufzugeben und zu resignieren, reagierte sie auf die Veränderung und war offen für eine neues Wunder.

Auch bei uns laufen die Dinge nicht immer so, wie wir es uns vorstellen. Wir beten, wir erwarten, wir wünschen und wir sehnen uns, doch Gott handelt oftmals ganz anders als wir es uns vorstellen. Dann stehen wir da wie Martha. Und genau wie Martha können wir uns entscheiden: Entweder wir geben auf, wir wenden Gott den Rücken zu oder wir öffnen uns für das „Aber“ und damit für die Veränderung. So erleben wir ein neues Wunder.

Auch in deinem Alltag will Gott immer wieder ein Wunder tun. Er lässt bewusst zu, dass Situationen offen bleiben, Nöte und Herausforderungen bestehen bleiben, weil er dir dadurch seine Größe, Macht und Stärke zeigen will. Dies kann er dann tun, wenn wir es schaffen, uns auf das „Aber“ und die Veränderung einzulassen.

Hinter jeder ungelösten und überraschenden Situation steckt ein „Aber“, das entdeckt werden will. Ein „Aber“, das dich zum Wunder, zur Lösung oder zum Segen führt. Gib nicht auf, auch wenn es anders kommt als erwartet. Mit Gott auf deiner Seite entsteht aus jeder Überraschung, Veränderung oder neuen Herausforderung etwas Geniales. Warum? Ganz einfach, weil Gott es nicht zulassen wird, dass dir etwas mehr Schaden als Segen zufügen wird.

Ihr wolltet mir Böses tun, aber Gott hat Gutes daraus entstehen lassen.“ 1. Mose 50, 20